Bundesländer

Zum internationalen Frauentag

In Rahmenbedingungen für Frauen investieren!

Pflege und Kinderbetreuung sind nach wie vor weiblich. Die Volkshilfe fordert zum internationalen Frauentag:
Arbeitsbedingungen in den Branchen verbessern!

 

Kinderbetreuung und Pflege sind klassische Frauendomänen. Genau diese beiden Dienstleistungsangebote sind die Kernaufgaben der Volkshilfe Steiermark. Insgesamt arbeiten im Auftrag von und unter der öffentlichen Hand festgelegten Rahmenbedingungen knapp 3.000 MitarbeiterInnen in der Volkshilfe Steiermark, davon sind 92,8 Prozent weiblich.

Rund um den Frauentag spitzen sich die Verhandlungen um den Kollektivvertrag der Sozialwirtschaft zu. „Wer Pflege und Betreuung für die Zukunft absichern will, muss in die Rahmenbedingungen der MitarbeiterInnen – großteils Frauen – investieren“, sind sich die Volkshilfe Steiermark Präsidentin Barbara Gross sowie die Geschäftsführung Franz Ferner und Brigitte Schafarik einig. Deshalb begrüßen sie auch die derzeitige Diskussion zur Verkürzung der Arbeitszeit im SWÖ Kollektivvertrag. „Eine langfristig angelegte, schrittweise Verkürzung der Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich ist sinnvoll und umsetzbar.“ Auch im Bereich der Kinderbetreuung ist hier noch viel zu tun.

Im Bereich der Mobilen Pflege- und Betreuungsdienste haben wir bereits 2019 mit anderen steirischen Trägern und den Gewerkschaften die Wochenstunden von bisher 38 auf 37 verkürzt. Für die vielen teilzeitbeschäftigten Frauen in dieser Branche verbessert sich dadurch die Einkommenssituation, für die Vollzeitbeschäftigten reduziert sich die Arbeitsbelastung.

Wenn diese Arbeitsbereiche den Stellenwert bekommen sollen, den sie gesellschaftlich verdienen, muss sich das auch in den Rahmenbedingungen widerspiegeln.

Frauen in Führungspositionen

Um die Arbeitsbedingungen in den klassischen Frauen-Branchen zu verbessern müssen Frauen auch mitgestalten. Deshalb ist es der Volkshilfe Präsidentin und der Geschäftsführung seit jeher wichtig den Frauenanteil bei den Führungskräften mindestens bei 75 Prozent zu halten. Derzeit sind es sogar 78 Prozent. Das ist ein absolutes Alleinstellungsmerkmal – auch in der Sozialwirtschaft – in der 80 Prozent der Beschäftigten weiblich sind. „Das zeichnet uns aus“, ist Barbara Gross stolz, die in ihrer Funktion als Aufsichtsratsvorsitzende diese Quote immer vorangetrieben hat.

In den 200 umsatzstärksten Unternehmen Österreichs lag der Frauenanteil in der Geschäftsführung/im Vorstand 2019 bei 8 Prozent. „Die Politik ist gefordert weiter an der Gleichstellung von Frauen zu arbeiten, damit solche beschämenden Zahlen endlich der Vergangenheit angehören“, so Gross.

 

 

6. März 2020

Alle News