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Kindergrundsicherung

Das Volkshilfe Modell

Kinderarmut ist kein Märchen. In Österreich sind 18 Prozent der Kinder und Jugendlichen betroffen, in Zahlen 324.000 Kinder. Österreich bietet Kindern und Familien zwar Leistungen, doch das System ist kompliziert. Und es unternimmt nichts gegen die Vererbung von Armut. Die Zukunft von Kindern darf aber nicht von der Geldbörse der Eltern abhängen! Die Lösung heißt Kindergrundsicherung.

Was Armut für Kinder bedeutet

Aufwachsen in Armut geht über finanziellen Mangel hinaus und ist mit Einschränkungen im täglichen Leben verbunden - bei der Wohnung, beim Heizen, dem Essen, bei Freizeitaktivitäten mit FreundInnen, in der Schule. All dies wird von den Kindern erlebt, wahrgenommen und gefühlt.

Schaffen wir Kinderarmut ab!

Doch weder Entwicklungsmöglichkeiten, noch Zukunftschancen der Kinder dürfen von den finanziellen Möglichkeiten der Eltern abhängen. Daher hat die Volkshilfe ein Modell der Kindergrundsicherung entwickelt. Dabei handelt es sich um einen monatlichen Geldbetrag als kindsbezogene Leistung für alle Kinder bis 18 Jahre.

Folgende Zielsetzungen stehen im Vordergrund:

  • Wir schaffen Kinderarmut ab: Durch die Kindergrundsicherung sind alle Kinder materiell abgesichert.
  • Die Kindergrundsicherung ist (kind)gerecht, denn sie stellt die Bedürfnisse von Kindern in den Mittelpunkt.
  • Jedem Kind alle Chancen: Die Teilhabe und Entwicklung jedes Kindes ist garantiert, ein gelingendes Leben wird ermöglicht.

Kindergrundsicherung - das Volkshilfe Modell

Angelehnt an das Referenzbudget der ASB Schuldnerberatungen GmbH liegt der monatliche Höchstbetrag bei 625 Euro pro Kind . Der zustehende Betrag wird jährlich valorisiert und 12 mal pro Jahr ausbezahlt. Kinder, deren materielle Existenz bisher nicht gesichert war, erhalten einen höheren Betrag als Kinder aus wohlhabenden Familien:

  • Die universelle Komponente in Höhe von 200 Euro, die mit jetzigen universellen Familienleistungen vergleichbar ist, erhalten alle Kinder.
  • Die einkommensgeprüfte Komponente in der Höhe von bis zu 425 Euro wird in Anlehnung an das jährliche steuerpflichtige Familieneinkommen (Untergrenze: 20.000, Obergrenze: 35.000) ausbezahlt.

Damit wird jedes Kind den Bedürfnissen entsprechend gefördert. Eingebettet ist die Kindergrundsicherung als finanzielle Maßnahme in ein Gesamtpaket, das den Ausbau sozialer Infrastruktur miteinschließt.