Sozialzentrum Voitsberg

Alltagsbegleiterin der ersten Stunde – und mit ganzem Herzen dabei

Angela Gaich war eine Alltagsbegleiterin der ersten Stunde – und hat diese noch junge Dienstleistung von Anfang an aktiv mitgestaltet und geprägt. 2017 kam sie über die „Aktion 20.000“ zur Volkshilfe und bewies mit 54 Jahren Mut zum Neustart.

Christine Schwar, Sozialzentrumsleitung Voitsberg, erinnert sich: „Schon vor einigen Jahren haben die Träger der Hauskrankenpflege erkannt, dass es einen großen Bedarf an mehrstündiger Betreuung für pflegebedürftige Menschen gibt – doch passende Angebote fehlten. Mit der Einführung der ‚Aktion 20.000‘ im Jahr 2017 entstand schließlich die Chance, genau hier anzusetzen. Ziel war es, ältere Langzeitarbeitslose wieder in Beschäftigung zu bringen. So wurde im Rahmen der Mobilen Pflege- und Betreuungsdienste die Alltagsbegleitung ins Leben gerufen – zunächst als Pilotprojekt in den Bezirken Voitsberg und Deutschlandsberg. Heute ist daraus ein fixer Bestandteil geworden: Allein im Bezirk Voitsberg leisten wir mittlerweile rund 10.000 Stunden pro Jahr in diesem Bereich.“

Angela Gaich war von Beginn an mit dabei. Seit September 2017 unterstützte sie ältere und pflegebedürftige Menschen mehrere Stunden täglich – verlässlich, einfühlsam und mit viel Engagement. Sie meint: „Besonders wichtig war mir immer, der sozialen Isolation entgegenzuwirken und den Menschen ein Stück Lebensqualität im Alltag zurückzugeben.“

Doch nicht nur die betreuten Personen profitierten von ihrem Einsatz: Während Alltagsbegleiter:innen vor Ort sind, können pflegende Angehörige durchatmen – sei es kurzfristig bei Krankheit oder langfristig, um Beruf und Privatleben besser vereinbaren zu können.

Camilla Trampusch, Einsatzleiterin der Mobilen Dienste Voitsberg, betont: „Was Angela Gaich besonders auszeichnet, ist ihr außergewöhnliches Engagement. Sie hat sogar drei Jahre über das reguläre Pensionsantrittsalter hinaus weitergearbeitet – nicht aus Pflichtgefühl, sondern aus echter Freude an ihrer Tätigkeit und aus tiefer Verbundenheit zu den Menschen, die wir betreuen. Das ist alles andere als selbstverständlich! Für ihren (Un-)Ruhestand wünschen wir Angela Gaich alles erdenklich Gute – vor allem Gesundheit und viele schöne Momente.“

21. April 2026

Alle News