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Internationales Jahr der Pflegekräfte und Hebammen 2020

Mit Anfang 2020 startete das WHO-Aktionsjahr für Pflegende und Hebammen. Anlass ist der bevorstehende 200. Geburtstag der Krankenpflege-Pionierin Florence Nightingale.

Pflegekräfte und Hebammen sind die größte Gesundheitsberufsgruppe in der Europäischen Region. Tag und Nacht werden Gesundheitsleistungen für Menschen aller Altersgruppen erbracht. Ihre Arbeit ist von unschätzbarem Wert. Um den immer höher werdenden Bedarf an Pflege und Betreuung aufgrund der steigenden Zahl pflegebedürftiger Menschen zu decken, werden die derzeit 7 Mio. Berufsangehörigen in der EU nicht ausreichen. Zusätzlich ergreifen zu wenige junge Menschen einen dieser beiden Berufe.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschäftigt sich in diesem Jahr vermehrt mit dieser Situation. Sie nahm den 200. Geburtstag der Krankenpflege-Pionierin Florence Nightingale zum Anlass, das Jahr 2020 zum „Jahr der Pflegenden und Hebammen“ auszurufen.

Aufmerksamkeit und Schwerpunktaktionen

Vorrangiges Ziel des WHO-Aktionsjahres ist es, die große Bedeutung der professionell Pflegenden in allen Ländern dieser Welt zu würdigen. Es geht darum, das Profil der Pflege zu schärfen, Pflegende in ihren jeweiligen Tätigkeiten zu stärken und junge Menschen für den Pflegeberuf zu begeistern.

Auch der jährlich wiederkehrende „Weltgesundheitstag“ und der „Internationale Tag der Pflegenden“ werden 2020 die Arbeit der Pflegekräfte würdigen. Am Weltgesundheitstag, dem 07.04.2020, soll der erste weltweite Bericht über Pflegearbeit veröffentlicht werden. Der Bericht wird das Potential der Pflegefachpersonen in den EU-Mitgliedsstaaten fachlich beschreiben und die politische Weiterentwicklung enthalten. Der Internationale Tag der Pflege, am 12.05.2020, wird unter dem Motto 'Nursing the World to Health' stehen. Es soll nicht nur über Pflege informiert werden, sondern es werden auch Gespräche mit den Pflegepersonen angeregt. Weitere Schwerpunktaktionen sollen folgen.

„Wir sind gespannt auf das Jahr der Pflegenden und Hebammen, insbesondere auf die Auswirkungen auf regionaler und internationaler Ebene“, so Mario Pfundner, Leiter der Seniorenzentren der Volkshilfe Steiermark.

29. Januar 2020

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