Bundesländer

Der 13. September ist heuer erstmals „Tag der pflegenden Angehörigen“.

Volkshilfe fordert mehr und bessere Unterstützung für pflegende Angehörige

„Wir brauchen mit Blick auf die demografische Entwicklung dringend mehr Unterstützungsleistungen für pflegende Angehörige, die ihnen die Betreuung und Pflege ermöglichen, ohne sie zu überfordern, krank zu machen oder vor allem Frauen gar in die Altersarmut zu führen“, fordert Volkshilfe Steiermark Präsidentin Barbara Gross. „Angehörige sind der größte Pflegedienst des Landes - viele davon werden von ausgebildeten MitarbeiterInnen der Volkshilfe dabei begleitet“, so Gross weiter, „es ist der Auftrag der Politik diese Menschen bestmöglich zu unterstützen und zu entlasten.“

So unterstützt die Volkshilfe Angehörige:

Pflegestammtische: In steirischen Bezirken finden regelmäßige „Stammtische für pflegende Angehörige“ statt. Das sind von Profis geleitete Treffen oder Gesprächskreise für Menschen, die ihre Angehörigen zu Hause pflegen, gepflegt haben oder pflegen werden. Bei den Pflegestammtischen erhalten pflegende Angehörige Service, Hilfe und praktische Unterstützung zu Themenbereichen wie Pflegegeld, Heilbehelfe, Hilfsdienste, Kontakte zu Fachleuten, Informationen über spezielle Erkrankungen u.v.m.

Beratungsstellen: Die Volkshilfe hat in jedem ihrer Sozialzentren in den steirischen Bezirken ExpertInnen, die sich auf die Pflegethemen Inkontinenz, Dekubitus, Demenz und ethische Fragen spezialisiert haben und Angehörigen mit Ihrem Fachwissen zur Seite stehen.

Mobile Pflege und Betreuungsdienste (Pflegefachpersonal und Heimhilfen, AlltagsbegleiterInnen)

Essenszustellung, Tageszentren und Pflegeheime runden das Angebot ab.

Das brauchen die Menschen in der Steiermark:

Das Geschäftsführungsteam der Volkshilfe Steiermark, Brigitte Schafarik und Franz Ferner, fordert aus der Erfahrung der regionalen Beziehungen zu den pflegenden Angehörigen:

  • Flächendeckende, kostenlose Coaching- und Beratungsangebote für pflegebedürftige Menschen sowie deren Angehörige im Rahmen der Mobilen Dienste
  • Ausbau von leistbaren mobilen, niederschwelligen Tagesangeboten und stationären Pflege- und Betreuungsangeboten, vor allem in den ländlichen Regionen
  • Weiterer Ausbau von neuen Wohnformen (betreutes Wohnen, betreubares Wohnen und Mehrgenerationswohnhäuser).
  • Ausbau von stundenweisen Betreuungsangeboten inkl. Nachmittags- und Abend- sowie Wochenendbetreuungen
  • Ausbau der Hospiz- und Palliativ Care Leistungen, auch mobil: auch in der letzten Lebensphase hat jeder Mensch ein Recht darauf, nicht alleine gelassen zu werden, schmerzfrei zu sein und auf einen Abschied in Würde.

10. September 2019