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„Freiwilligenarbeit ist von unbezahlbarem Wert“

04.12.2017

Volkshilfe Präsidentin Barbara Gross zum Internationalen Tag der Freiwilligen am 5.12.2017

46 Prozent der österreichischen Bevölkerung ab 15 Jahren leisten in irgendeiner Form Freiwilligenarbeit. Eine beeindruckende und nicht selbstverständliche Zahl, meint Barbara Gross, Präsidentin der Volkshilfe Österreich: „In unserem Land funktioniert seit jeher vieles, weil Menschen mit ihrer Arbeitsleistung, ihrem Einsatz und ihrer Begeisterung freiwillig zur Verfügung stehen. Sie engagieren sich kulturell, sozial und religiös, bringen sich in Sport und Bildung ein, leisten Katastrophenhilfe und kümmern sich um Umweltbelange. 93 Prozent möchten damit anderen helfen.“ 

Rund 2 Millionen Menschen sind unbezahlt aktiv, so die Präsidentin weiter. Im Vergleich zum Jahr 2006 hat sich der Anteil der freiwillig Tätigen sogar um rund zwei Prozentpunkte erhöht. Vor allem im Bereich der informellen Freiwilligentätigkeit ist der Anteil der Engagierten weiter gestiegen. 

„Für die Gesellschaft ist der Wert von Freiwilligenarbeit unbezahlbar. Aber auch für den Einzelnen ist die Bilanz positiv. Freiwillige Arbeit ist ein interessanter Ausgleich zu Beruf und Ausbildung und eine Chance, sich neue Kompetenzen anzueignen, eigene Stärken zu entwickeln, Verantwortung zu übernehmen, mitzugestalten, sich einzubringen und aktiv zu bleiben. Vielen eröffnet das ganz neue Perspektiven.“ Freiwilligenarbeit beeinflusst das Leben maßgeblich, sowohl die berufliche Karriere, als auch die personalen, sozialen und kommunikativen Kompetenzen. Nicht zuletzt dokumentieren Studien einen engen Zusammenhang zwischen Freiwilligenarbeit und Gesundheit, so die Präsidentin: „Freiwilliges Engagement kann sich positiv auf den Gesundheitszustand, das Wohlbefinden und das Selbstwertgefühl – insbesondere auch im Alter – auswirken.“

Freiwilligensektor ist der Nährboden sozialen Zusammenhalts

Barbara Gross ist vom Wert der Freiwilligenarbeit überzeugt: „Hier wird Toleranz gegenüber benachteiligten Gesellschaftsgruppen geübt, es werden Vorurteile abgebaut, Kompetenzen erworben, Brücken gebaut, Sinn gefunden und Gemeinschaft gepflegt. Hier erhalten Bürgerinnen und Bürger ohne Ausnahme die Chance, sich gestalterisch in unserer Gesellschaft einzubringen.“ 

 

 

Freiwilligenarbeit sei zwar unbezahlbar, verdiene aber große Anerkennung, so Barbara Gross: „Die Wertschätzung könnte beispielsweise stärker durch Partizipation in politische Entscheidungsprozesse zum Ausdruck gebracht werden. Die Freiwilligen würden sich nicht nur wertgeschätzt fühlen, sondern auch die politisch Verantwortlichen könnten von den Erfahrungen der Aktiven profitieren. Eine Win-Win-Situation.“ Neben der Partizipation in Entscheidungen gäbe es zahlreiche weitere Möglichkeiten, die Anerkennung von Freiwilligenarbeit zu verbessern, fügt die Präsidentin hinzu. 

Ein „GROSSes Danke“ an alle Engagierten

Abschließend nutzt die Präsidentin den Anlass, um sich bei allen Freiwilligen zu bedanken: „Ihr leistet einen unverzichtbaren Beitrag für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft und unsere hohe Lebensqualität. Für euren Einsatz bin ich euch zutiefst dankbar. 

Ich möchte mich auch bei „meinen“ ehrenamtlichen MitarbeiterInnen in den steirischen Bezirksvereinen bedanken! Ob im Besuchsdienst, als Begleitpersonen bei den SeniorInnenreisen oder den Alleinerziehendenurlauben, in der Flüchtlingshilfe oder in der persönlichen Betreuung von Menschen die Hilfe brauchen… Ohne euch würde eine riesige Lücke in unserem gesellschaftlichen System klaffen.“

 

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